Enrique Hernández-D’Jesús: Das andere Antlitz von Borges

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Als Jorge Luis Borges (1899-1986) in den frühen achtziger Jahren Caracas besuchte, lud ihn der venezolanische Künstler, Fotograf und Dichter Enrique Hernández-D’Jesús zu einem kreativen Treffen ein. Die Fotos vermitteln verschieden Stimmungen des Altmeisters, mal nachdenklich, begeistert oder verträumt, immer aber unverstellt und nahbar. In der Zusammenschau ergibt sich eine Hommage, ein literarhistorisches Dokument.
Das andere Antlitz von Borges – El otro semblante de Borges
Fotobuch mit einem Essay von Issa Makhlouf und einem Gespräch mit Jorge Luis Borges, dreisprachig: Französisch/Spanisch – Deutsch

ISBN 978-3-927648-32-6

Einband, broschiert
167 Seiten, 53 s/w Autorenfotos
15,6 × 15,6 cm
17,50 Eur[D] / 18,50 Eur[A] / 23,00 sFr

Mit 53 Dichterportraits von Enrique Hernández-D’Jesús. Aus dem Französischen und Spanischen von Juana und Tobias Burghardt.

Edition Delta, Stuttgart

Kann man das Unfaßbare erfassen? Kann man das Antlitz dessen begreifen, der sich vor der Ewigkeit fürchtete? Er, der dem Brandstifter der alten Bibliothek von Alexandrien ein Gedicht widmete und keine Scheu hatte, seine Bücher in seiner Bibliothek neben die Werke von Dante, Cervantes und Tausendundeine Nacht, die seit Jahrhunderten in Abwesenheit ihres Autors lebt, zu stellen?

Kann man einen Blinden, einen Visionär fotografieren?
Einen Blinden, dessen Augen weit geöffnet sind.
Das führte zu einem Anhaltspunkt: einem Blick. Was bleibt, wenn der Blick verworren ist, wenn er anderswohin geht, gerichtet ins Unsichtbare?
Darin besteht die Herausforderung. Enrique Hernández-D‘Jesús hat das sehr wohl verstanden. Als er Borges fotografierte, gab er sich nicht mit seinem durchdringenden und sensiblen Auge zufrieden, sondern er griff auch auf seine poetische Intuition zurück.
In seinen Fotos finden wir das Sein und seinen Doppelgänger, mehr noch: das Sein in seiner Vielfalt. »Alle Borges in Borges«, wie er selbst unterstreicht. Hier verbirgt sich in jedem Portrait ein anderes, wie sich im Sandbuch ein Buch hinter dem anderen verbirgt. Insofern lädt uns Enrique Hernández-D‘Jesús dazu ein, in eine Fotogalerie hineinzugehen wie in eine Bibliothek.
Dennoch verweist diese Vielfalt wieder auf die Einheit. Im Colloquium der Vögel erzählt der persische Dichter und Mystiker Farid Eddine El-Attar von der Reise der Vögel, die sieben wunderbare Täler auf der Suche nach dem Simorgh überqueren. Am Ende der sehr langen Reise entdecken die Vögel, daß sie, wenn sie ganz in ihrem erhabenen Vogelkönig aufgehen, sich selbst entdecken. So sind die Fotos vielfältig, aber ihre Identität ist einzig.
Andererseits betont die Fotografie die Abwesenheit als Behausung und Spiegel vergangener Augenblicke. Roland Barthes sagte, daß sie die Vergangenheit mit Wirklichkeit durchdringt. Der Geist der Fotografie läßt sich für ihn in eine einzige Formel zusammenfassen: das Fotografierte »hat existiert«. Von dieser Existenz aus versuchen wir die Beziehung zwischen Leben und Tod zu erkunden, und vertrauter noch, zwischen Liebe und Tod. Hat die Fotografie nicht die Fähigkeit, das Gewesene wieder aufleben zu lassen? Hier ist es angebracht, daran zu erinnern, daß die Fotos durch die Abwesenheit der fotografierten Person eine andere Dimension erlangen.
Bei Borges bekommt der Sinn der Fotografien noch einen anderen Sinn. Er verbindet sich mit seiner Sicht der Wesen und Dinge, der Gegenwart und Vergangenheit, des Wirklichen und Unwirklichen, zumal seine Literatur die Grenzen zwischen jenen Polen aufhebt, indem das Rätsel bis an die äußerste Grenze gebracht wird.
Borges, der Sohn der Erinnerung, schreibt die Welt fest, wie der Fotograf eine Landschaft festhält. Er schöpft aus allem, was sich in eine Erzählung verwandeln läßt. Für ihn besteht die menschliche Erfahrung darin, ein Buch zu schreiben. In seiner Neugierde auf die Welt erfindet er Bilder, um sich darin einzurichten. »Wang-Fo liebte die Bilder der Dinge, nicht jedoch die Dinge selbst«, berichtete Marguerite Yourcenar. Borges äußerte sich manches Mal, daß er die Bilder mehr als die Ideen liebte. Da denkt man an die bewundernswerte Äußerung von Rimbaud in Illuminations: »Im großen, noch triefnassen Glashaus betrachteten die trauernden Kinder wundervolle Bilder.«
Borges bewegt sich in den Fotos von Enrique Hernández-D‘Jesús, obwohl das Foto im Grunde die Wesen unbeweglich macht. Die Auswahl des Schwarzen und Weißen beim Fotografen hat diesen Aspekt betont: die Farbe stellt sich nicht zwischen dem Sujet und der Person, die betrachtet wird.
Diese Fotos entstanden 1982 in Caracas, vier Jahre vor dem Ableben von Borges. Der Autor war 83 Jahre alt und änderte sein Aussehen seitdem nicht mehr. Er blieb, wie er war, und so wird er für immer verbleiben. Als wäre das Leben in den Fotos ein anderes Leben. Borges bleibt in ihnen lebendig, nicht durch die Erinnerung, sondern durch die Kraft des Ausdrucks.
Diese Bilder gehen über den in der Zeit und im Raum begrenzten Augenblick hinaus. In diesem Antlitz nehmen wir die Gesichtszüge der großen blinden Schriftsteller im Zeitenlauf der Jahrhunderte wahr, wie zum Beispiel Homer, Milton oder Abul Ala Al Maarri, und wir erkennen einen Teil unserer eigenen Gesichter.
Auf der Suche nach dem verborgenen Sinn des Daseins bezaubert und erstaunt uns Borges, dieser »metaphysische Erzähler«, nach wie vor durch die außergewöhnlichen Fotografien von Enrique Hernández-D‘Jesús, diese Bilder, die beeindrucken wie ein Lobgesang auf die Erinnerung und Schönheit.

Issa Makhlouf

Babylon Festival for International Arts and Cultures 2012

Exposición de fotografías de Jorge Luis Borges en Babilonia. Borges llegó a Babilonia. La exposición de fotografías “El otro semblante de Jorge Luis Borges” de Enrique Hernández-D’Jesús, inauguraron los curadores, Tobías y Jona Burghardt, el 3 de Mayo de 2012 en la Galería Central de la Casa de Babilonia, en el marco del Primer Festival de Artes y Culturas Internacionales en la Antigua Ciudad de Babil, en Irak.

El director artístico, el poeta iraquí Ali Al-Shalah considera que al presentar las fotografías sobre el poeta argentino quien tiene mucha fama en el mundo árabe, por su interés en la cuna de la civilización, del centro de los imperios acadio, asirio, babilónico, donde nació la escritura, la cultura mesopotámica, la poesía oriental, y por su genio espiritual de conocer y reunir las sabidurías del suroeste asiático, y del universo en su pensamiento.

Es la segunda vez que esta exposición se muestra bajo la curaduría de los Burghardt, la primera fue en el 2010 en el marco de la Feria Internacional del Libro en Francfort, Alemania, cuando el país de honor era Argentina. Borges, quien está feliz en Babilonia y dice: Por fin, han llegado mis fotografías a las raíces del mundo.

UNIÓN LIBRE No. 63 (6 de Mayo de 2012, Caracas, Venezuela)

Frankfurter Buchmesse 2010

Fotoausstellung auf der Frankfurter Buchmesse: Borges (1899-1986) besuchte 1982 Caracas, wo mit dem venezolanischen Fotokünstler und Dichter Enrique Hernández-D’Jesús eine außergewöhnliche fotografische Hommage entstand, die auch in der gleichnamigen Buchveröffentlichung erstmalig vorgestellt wird. mehr

Stimmen

Buchhinweis

„Kann man einen Blinden, einen Visionär fotografieren“, fragt Issa Maklouf in seinem Vorwort. Enrique Hernández-D´Jesús, der venezulanischer Dichter, Verleger, Herausgeber und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Fotograf hat es versucht. Seine Aufnahmen von Borges entstanden 1982 in Caracas, also vier Jahre vor Borges´ Tod in Genf. Sie zeigen den Dichter wie wir ihn auch von vielen anderen Aufnahmen kennen: seine Hände auf dem Stock abgestützt, lachend, zuhörend, nachdenklich, engagiert sprechend, mitunter ernst und offensichtlich manchmal ärgerlich (vielleicht sprach er da gerade über den verachteten Gardel?). „Borges bewegt sich in den Fotos von Hernández-D´Jesús, obwohl das Foto im Grunde die Wesen unbeweglich macht“, sagt Issa Makhlouf, „Er bleibt in ihnen lebendig, nicht durch die Erinnerung, sondern durch die Kraft des Ausdrucks.“

Die in dem kleinen empfehlenswerten Band versammelten Fotos, die auf der diesjährigen Buchmesse auch in einer eigenen Ausstellung zu sehen waren, werden ergänzt durch die wiedergegebenen Tischgespräche, die Hernández-D´Jesús mit Borges während seines Aufenthalts in Venezuela führte.

Klaus Küpper (Bücher zu Lateinamerika)

Der MESSE-MAYER vom Donnerstag

Nun gut, der Argentinienschwerpunkt hat auch noch andere Highlights zu bieten.

Zum Beispiel eine kleine, inspirierende Borges-Ausstellung von Edition Delta: Da leistet man sich doch tatsächlich den Luxus eines riesigen Standes, nur um ihn schön leer und kontemplativ zu halten. Das ist fast schon eine Oase.

Das sind fast 60 Quadratmeter! Und ein Kürbis!

Und am besten gefällt mir, dass zur Dekoration dieser Low-Carb-Ausstellung einzig ein einzelner Kürbis herangezogen wurde.

Wer das entschieden hat, sollte auf dieser Messe mehr Entscheidungen treffen.

Matthias Mayer, BuchMarkt, 7. Oktober 2010

Ausstellunsgäste: Juan Gelman und María Kodama

Espléndida exposición. Borges es mostrado como el ser humano que era.

Hervorragende Ausstellung. Borges wird als der Mensch gezeigt, der er war.

Juan Gelman, 8. Oktober 2010,
Gästebucheintrag, Frankfurter Buchmesse

Gracias por el mágico momento, por Borges „…eterno como el agua y el aire“.

Danke für den magischen Augenblick, für Borges „…ewig wie das Wasser und die Luft“.

María Kodama, 10. Oktober 2010,

Gästebucheintrag, Fankfurter Buchmesse

Borges y la noche

A cinco lustros de la muerte del poeta

¿Qué sabes de la noche, centinela?
Djuna Barnes

Para iniciar un periplo por la noche del autor de Luna de enfrente quisiera recordar una ya clásica sentencia suya, la afirmación de que “las cosas que le ocurren a uno le ocurren a todos”. Porque la noche, la universal y oscura noche, nos ocurre sin distingos.

Sin que le demos vía libre o la invitemos, ella nos invade y envuelve para crear un ámbito dubitativo en el que los objetos y nosotros mismos perdemos los contornos para integrarnos, por un corto lapso, a la totalidad. Esa pasión por el desdibujo que tiene la noche, pintora de una gestualidad que ama el tachismo, borra en su tablero lo que el día escribe con tinta que el hombre supone indeleble.

Tal la materia poética que propicia la noche, movedizo lugar que en Jorge Luis Borges es atrapado una y otra vez en un calendario de brumas. Ella, que ignora o desprecia lo inmutable y su fijeza, es más que la ausencia del día, un amotinado desgobierno que libera a las cosas de sus formas.

En la obra del poeta argentino ese espacio de la nocturnidad como recinto es a veces espejo, penumbra o tigre que, evocando a William Blake, brilla en los bosques del lenguaje. Su tigre solar, como el sol nocturno y viudo de Nerval, es un ser que abre con sus garras una fisura en el tiempo.

Y no es que Borges pretenda la fundación de la noche, como lo quisieron los románticos alemanes hasta el delirio, ni que se haya instalado para siempre en sus umbrales para decir con Albert Beguin: “Vendrán otros que apaguen la candela y que salgan a adorar la Noche bajo las estrellas”. Porque es la ceguera como destino la que apaga el candil del poeta para hacerlo sentir el peso de la sombra. Borges parece tener una voluntad de aduanero de la noche, un rango poético de centinela que abre y cierra sus verjas plateadas.

De la raigambre nocturna proviene una buena parte de su arsenal metafórico. Suponemos que él podría decir con Alphonse Daudet que “el día es la vida de los seres, pero la noche es la vida de las cosas”. Por eso hay, de manera recurrente, una suerte de topografía de sombras en la obra de Borges, un anuncio de la noche y sus vecindades sigilosas. Ocurre así, cuando dice: “Penumbra de la paloma/ llamaron los hebreos a la iniciación de la tarde/ cuando la sombra no entorpece los pasos/ y la venida de la noche se advierte/ como una música esperada,/ no como símbolo de nuestra esencial nadería”.

Esa imagen proyectada por el poeta en un telón de fondo, la imagen de la noche como una música esperada, en oposición a la nada que precede al ser, parece devolvernos al tema originario de la pequeña ceguera que recubre el ámbito nocturno, una ceguera edípica que nos habita de manera más soslayada que la ceguera histórica, que la ceguera impuesta.

En todo ello existe un núcleo de obsesiones por el tiempo, por su fugacidad como ultraje del cuerpo, algo magistralmente señalado en su Elogio de la sombra.

Tiempo y ceguera, de la mano de Borges van por un común sendero. Parece decirnos que el tiempo en sí mismo es ciego. Que no se detiene ni a mirar hacia atrás como estatua de sal, ni a fijarse en el trabajo soterrado de demolición que va haciendo sobre seres y cosas. Es un mal lazarillo o un lazarillo ciego, el tiempo. Es un vacío que como en Henri Michaux, “barrena, barrena”.

Sin embargo, en Borges, apasionado amante del símbolo más que de la alegoría, -a pesar de su admiración por Swedenborg, alguien que según Anna Balakian ve en la naturaleza, desde un mundo alegórico, fuertes correspondencias entre lo pequeño y lo mayor que la conforman- no hay queja alguna por ese paso raudo del tiempo, por su fuga permanente. Más bien hay un lento solaz, casi un goce del devenir: “La vejez (tal el nombre que otros le dan)/ puede ser el tiempo de nuestra dicha./ El animal ha muerto o casi ha muerto”, dice mientras camina entre formas borrosas, cercanas a la gran noche, a la gran muerte.

Todo esto lleva a recordar una dulce y dolorosa imagen leída en Empédocles: “La noche solitaria de los ojos del ciego”. Tan dubitativa, tan incierta parece ser la noche del invidente, tan sin límites sus días y sus nocturnidades, que en algún momento deberá decir que “toda visión pertenece al alma”, como en la lúcida expresión de otra exploradora de nocturnidades, Helen Keller.

Pero con Borges hay otro terreno anfibio, siempre sembrado de dudas, de equívocos, de paradojas creadas desde su obra y desde su mitología personal. Uno no sabe si la noche le ocurre a él, o si quizá le ocurre al “otro”, al que pasa “de las mitologías del arrabal a los juegos con el tiempo y con lo infinito”. Uno no podría asegurar con certeza si la noche borgesiana y la feroz ironía de Dios que le entregó a un mismo tiempo “los libros y la noche”, es de nuevo una metáfora de la “biblioteca ciega”, de la que sólo puede decirse que se edifica en los sueños.

En el espejo del rabino que lee de derecha a izquierda, en su largo comercio con la luna, Borges escribe su nombre con la tinta de calamar que utiliza la noche. De tal manera, el cuchillo de Juan Muraña pregunta por los viejos arrabales cuando ya no existen quizá los mismos callejones, -borrados por la noche de los tiempos- cuando ya ni siquiera existen la víctima ni el victimario, pero sí el acero cargado de muerte como un reductor del tiempo, testigo de oscuros laberintos de la memoria, de un sueño entre otros sueños: “Sentir que la vigilia es otro sueño/ Que sueña no soñar y que la muerte/ Que teme nuestra carne es esa muerte/ De cada noche, que se llama sueño”. Ese fragmento de su Arte poética, recogida en El hacedor, bien podría constituirse en arquetipo de su obra lírica y en epicentro de sus obsesiones: la noche y el sueño, parece decirnos, son anticipos de la muerte. Son, en sí mismos, pequeñas muertes cotidianas.

Sus obsesiones son piedra en el agua, ondas que van y vienen a partir del encuentro entre la inmovilidad del guijarro y la movilidad del río. En todas ella fluye la noche, sus aguas oscuras:

“Ya las lustradas aguas de la noche me absuelven/ de los muchos colores y de las muchas formas”, dice el poeta en La joven noche. Sus versos elusivos, metafóricos, parecen informar de sus tanteos y visitas al mundo del espejo, y del mismo asunto especular que tienen las aguas. La noche que lo ronda apaga los colores y desdibuja su rostro y el de quienes lo rodean. Quizá sólo sea la misma noche que borra los reflejos en el río de Heráclito, la que nos permita entrar tres y más veces en su recinto, pues una noche, siguiendo la mecánica de Borges, debería ser todas las noches, si recordaramos su sentencia -su obra está ampliamente tocada de un tono sentencioso- cuando dice que “la historia universal es la historia de un sólo hombre”.

El gran medidor, el gran agrimensor del tiempo que es el hombre, tiene como pequeña jurisdicción el día, cuando mide, y la noche, cuando es medido y reducido a un espacio que para muchos es quietud, pero para otros -Novalis entre ellos- es entusiasmo, búsqueda de un día nocturno o de una noche solar.

Casi no hay poeta, desde los románticos alemanes, siguiendo con los expresionistas y con figuras aisladas como O.W. de Lubicsz Milosz (en nuestro caso con algunas fulgurantes imagenes de Aurelio Arturo) que no hayan soñado con colonizar a la noche. Desde la clásica expresión de Hölderlin: “El hombre es un Dios cuando sueña, un mendigo cuando piensa”, hasta los versos nocturnos de Borges, la noche ha sido un sonoro y vasto coto de caza, un reducto de sueños, un bosque o un almacén de símbolos por descubrir, según la intuición baudeleriana.

Estos poetas de la noche son los que, como Borges, van por “las plazas agravadas por la noche sin dueño”. “Noche sin dueño”, ha dicho el autor de Fervor de Buenos Aires y es como si dijera que el expósito que es el hombre no tuviera dominio sobre ella. Pero como el poeta no quiere tener más dominios que su soledad (“No tengo ni ambición, ni deseos. Ser poeta no es una ambición, es mi manera de estar solo”, dice Fernando Pessoa) quizá por ello ama los entornos desvaídos, los lugares borrosos. Borges, presumimos, podría compartir la confesión de Robert Frost: “yo he tenido intimidad con la noche”.

Noche y ciudad rodean a Borges, lo van paulatinamente sitiando en lugares de la memoria que, como la lluvia, siempre ocurren para él en un pasado. Se entrevera a la ciudad donde hasta la intemperie -cuando se visita en la noche- es intimidad. Todo se asordina en la agazapada noche. El día es barroco, como en las primeras instancias de su poesía, pero la noche entrega el ascetismo de las formas, como en la última etapa de sus versos.

En la noche la ciudad y los personajes que la pueblan se enfantasman aún más. Nadie y Ninguno son quienes la recorren como poseedores de su Reino. Una ciudad vacía, en la noche, es proporcional en su silencio al ruido que se han llevado dentro de sí quienes la han abandonado, pues ocurre que la ciudad que habitamos también nos habita: como el caracol que lleva su casa a cuestas, el viajero que se va de la ciudad sigue habitado por ella.

A Borges lo sigue habitando Buenos Aires, lo persigue como su sombra a donde vaya: una calle con almacén rosado, un velorio nocturno en el Sur, el barrio Palermo y su elegía de portones y, sobretodo, las noches encalladas, atracadas en él como en un muelle.

No sería extraño que alguien busque en la noche un parque, La Recoleta donde pastorean los muertos, la carnicería que “afrenta la calle”, una puerta cancel, un patio o una esquina, y ya no logre encontrar estos lugares porque ahora sólo viven en la topografía de un poema de Borges. Qué rara sorpresa que esas estancias ciudadanas se hayan esfumado, se vampiricen y no se reproduzcan en el espejo del día, que se hayan trasladado con sigilo a una página borgesiana donde llevan una vida más eterna, a prueba de tiempo y de urbanistas.

Borges parece decirnos que en la noche todos somos, como en el sueño, extranjeros de piel, desconocidos en nuestro propio pellejo. La noche, como dice A. Álvarez, un explorador de sus oscuridades, un inglés a pesar de su apellido hispano, no soporta el escrutinio del día. La vida temeraria de antaño frente a la nocturnidad urbana, la que llevó a Aloysius Bertrand a realizar su Gaspar de la noche o a Georg Trakl a abrirle sus pasos de negro musgo, desaparece bajo el ala diurna y racional del tiempo del trabajo. Ni qué decir de la noche ladrona de maese Villon, de su corte milagrosa y sus lunas patibularias.

Según Álvarez, “en los últimos cien años hemos perdido contacto con la noche. Quizá el feto que vive en el vientre la conozca, pero hasta la noche del vientre es iluminada por el rojizo resplandor que penetra el cuerpo de la madre cuando se quita la ropa”. A riesgo de la digresión quiero resaltar esa imagen de la luz llegando al vientre nocturno por la fisura materna. Una dulce idea para señalar a la madre como la gran metáfora que une el adentro y el afuera mientras gesta la vida.

Todas estas proclividades o maquinaciones nocturnas están ligadas al sueño. Lo decía un poeta alemán, que es bueno recordar en medio de la germanofilia borgesiana, Jean Paul Richter: “los sueños son una especie de poesía involuntaria”.

Voyerista de sus sueños y de la noche misma poblada de ojos, es grato recordar un poema exploratorio y ambicioso de Borges titulado, precisamente, Historia de la noche:

A lo largo de sus generaciones

los hombres erigieron la noche.

En el principio era ceguera y sueño

y espinas que laceran el pie desnudo

y temor de los lobos.

Nunca sabremos quién forjó la palabra

para el intervalo de la sombra

que divide los dos crepúsculos;

nunca sabremos en qué siglo fue cifra

del espacio de las estrellas.

Otros engendraron el mito.

La hicieron madre de las Parcas tranquilas

que tejen el destino

y le sacrificaban ovejas negras

y el gallo que perseguía su fin.

Doce casas le dieron los caldeos;

infinitos mundos, el Pórtico.

Hexámetros latinos la modelaron

y el terror de Pascal.

Luis de León vio en ella la patria

de su alma estremecida.

Ahora la sentimos inagotable

como un antiguo vino

y nadie puede contemplarla sin vértigo

y el tiempo la ha cargado de eternidad.

Y pensar que no existiría

sin esos tenues instrumentos, los ojos.

Durante mil y una noches se podría hablar del tema de Jorge Luis Borges y de su poética nocturna, mil noches que él, como exegeta de sí mismo, rastreó en libros como Siete noches. De allí, de esa sugestiva cantera, tomamos un sendero que se bifurca dentro de sus obsesiones ya que ese volumen podría ser una especie de breviario para la creación de una teoría general de la noche.

Allí, en ese rumoroso libro, traza la clara división que establece entre el sueño, que para él es “el género”, y la pesadilla, a la que califica como “la especie”. Señala, también, lo que considera un fraude de la sicología frente a algunas fuerzas imprevisibles y caóticas. Aquellas fuerzas misteriosas del sueño que no ponen anuncios de peligro, que hacen irrupción cuando la máquina humana está a merced de caminos sin razón, cuando nos ronda la locura. “En el sueño somos locos, falta el espectro”, decía Lichtenberg.

Borges cita en Siete noches a Paul Groussac y su perplejidad ante el hecho de que el hombre atraviese el sueño, un campo minado por las sombras ,y al otro día, al amanecer, continúe cuerdo. Esa idea del soñar como locura, tan cara a los surrealistas, se suma a la teoría de Borges de que el sueño es “una obra de ficción”.

El sueño puede ser un sitio de la mente donde logramos ser escenario y actor, espectador y hasta amotinado público, pero donde el director de la obra o el creador de la puesta en escena resulta ser, para el mismo soñador, un ilustre desconocido. Razón de más para emparentar, siguiendo a Borges, la ficción con el soñar. La literatura, de alguna manera, resulta un compendio de sueños provocados.

En este punto vale la pena recordar que su obra, tanto en prosa como en verso, está llena de hechos extraordinarios ligados a lo onírico. Sólo que lo fantástico, lo extraordinario en Borges, ocurre en un ámbito, en una atmósfera de credibilidad cercana a los mundos de Kafka, de Schwob, de Carroll o de Michaux, es decir, desde el cruce del sueño vigilante con la vigilia soñada. Tal vez por eso nos pregunta: “Y si las pesadillas fueran grietas del infierno? ¿Si en las pesadillas estuviéramos literalmente en el infierno? ¿Por qué no? Todo es tan raro que aún eso es posible”.

Inmerso en el tema del tiempo, de sus enceguecidos laberintos, el poeta se pregunta haciéndole eco a San Agustín: “Qué es el tiempo? Si no me lo preguntan lo sé; si me lo preguntan, lo ignoro”.

Es la llamada “yegua de la noche”, la pesadilla que Borges recuerda en la expresión inglesa, the nightmare y que podría ser el sueño de la razón goyesca que crea monstruos, lo que nos lleva a creer que si no nos preguntan qué es la realidad, lo sabemos, pero si lo preguntan, lo ignoramos.

Tal vez por esto los espejos en Borges a veces son ciegos, por eso hacen preguntas, acechan como embajadores de otro mundo, del sueño escondido bajo su engañosa y tersa piel. Tal vez por eso la frase de Jean Cocteau: “los espejos harían bien en pensar antes de devolver sus imagenes”.

Onírico y pesadillesco resulta su texto Animales en los espejos, inscrito dentro de su Manual de zoología fantástica. Y que revela, una vez más, su fascinación por los espejos y lo que ellos ocultan en la noche de su adentro: “En aquel tiempo, el mundo de los espejos y el mundo de los hombres no estaban, como ahora, incomunicados. Eran, además, muy diversos; no coincidían ni los seres ni los colores ni las formas. Ambos reinos, el especular y el humano, vivían en paz; se entraba y se salía de los espejos. Una noche, la gente del espejo invadió la tierra. Su fuerza era grande, pero al cabo de sangrientas batallas las artes mágicas del Emperador Amarillo prevalecieron. Éste rechazó a los invasores, los encarceló en los espejos y les impuso la tarea de repetir, como en una especie de sueño, todos los actos de los hombres. Los privó de su fuerza y de figura y los redujo a meros reflejos serviles. Un día, sin embargo, sacudirán ese letargo mágico”.

Noches. Laberintos. Espejos. Son símbolos que se intercambian en la poética de Borges. La noche suya tal vez tiene tratos con la noche romántica, con la de Hölderlin, valga el ejemplo, para quien ella es el tiempo prolongado en el cual los dioses se retiraron del hombre o la edad en que fuimos condenados a la más pedestre realidad, escindidos de la fantasía. y gobernados por fantasmas.

El laberinto quizás resulte una forma de dar vueltas en torno de sí, de intentar traducirse para traducir de igual manera a los demás. Y los espejos, puertas visibles de lo invisible, ¿son acaso cárceles de ausencias?

Con todo, no parece que Borges sobrevalorara los símbolos, más bien los usaba en un ejercicio intelectual de gran lucidez. De notable libertad creadora.

Cuando Borges regresa, porque siempre regresa al tema de la noche, me parece percibir que es ése su hábitat natural, su gabinete de brujo o lugar de exploraciones que recuerdan a Van Gogh: “por las tinieblas hacia la luz”, o a Novalis cuando logra una transgresión de su individualidad para hacer parte de lo otro. “El sueño nos revela de manera extraña la facilidad con que nuestra alma penetra en cada objeto y se transforma instantáneamente en ese objeto”, señala Novalis adelantándose a la teoría de los objetalistas. Y Henri Michaux diría en feliz coincidencia o en anticipo de Borges: “en la noche veremos claro hermanos míos/ En el laberinto encontraremos la verdadera ruta”.

Noche y laberinto se confunden, quizá estén hechos de la misma materia. Lo mismo parece ocurrir con la ceguera.

Cuando Borges hace un retrato de Homero, del gran fabulador ciego, lo esboza de esta manera: “gradualmente, el hermoso universo fue abandonándolo; una terca neblina le borró las líneas de la mano, la noche se despobló de estrellas, la tierra era insegura bajo sus pies. Todo se alejaba y se confundía. Cuando supo que se estaba quedando ciego, gritó”.

Sin duda, hay en ello mucho de vivencia personal, sólo que Borges despersonaliza su yo poético. También él ha sido visitado por la neblina de la noche física que borra el mapa de sus manos, unas líneas que se confunden en ocasiones con las calles de un pretérito y mitológico Buenos Aires, al que juzga como una ciudad “tan eterna como el agua y el aire”. No es difícil pensar que el poeta, cargado de ceguera, tendría que estar cargado de noches, posiblemente iguales a las de Homero, aunque él mismo recuerde en su conferencia sobre La cegueraque la suya no fue total, que descifraba el azul y el verde, con lo cual uno pensaría que los dos colores principales del paisaje -cielo y mar, llanuras, valles o montañas- lo visitaban en la sombra. Y, sobre todo, el amarillo, ese azafrán del que uno cree a Van Gogh como inventor, y al tigre como emblema. Borges habla de su amistad con el amarillo y con el negro, colores que trazó en El oro de los tigres, imagen en principio demasiado abstracta, casi hermética, sólo explicada por el recuerdo compartido con su hermana en torno a las jaulas de los leopardos y los tigres en el zoológico del barrio Palermo, visitado en la infancia. El pasado a veces es para Borges y para muchos más, una jaula. Será por eso que Gesualdo Bufalino da su voz de alerta: “es peligroso entrar sin látigo en la jaula de los recueros: muerden”. Esos colores que visitan al ciego, según dice, lo invaden con una suerte de “neblina verdosa o azulada y vagamente luminosa”. Por eso califica como falso el verso de William Shakespeare: “mirando la oscuridad que ven los ciegos”. No es el suyo un eclipse total y sólo las formas están, como una mordisqueada luna, en una larga fase del menguante.. No hay queja en esto, para Borges “la ceguera es un don”. Esta aseveración suya de inmediato me remite a la Sexta carta a Taranta Babú, el bello poema de Nazim Hikmet sobre el “ser ciego”, del que cito sólo un fragmento: “Qué bueno es ser ciego./ Qué bello es amar a la oscuridad./ Ni luces como espadas desnudas,/ ni el peso de los colores,/ tampoco la multitud de las formas./ Qué bello es amar a la oscuridad…/ Qué bueno es ser ciego./ Nuestros ojos cerrados/ vueltos hacia nuestro interior./ Sentarse en su orilla y contemplar/ al mar que se agita dentro de nosotros…./ Solamente los ciegos/ quedan a solas con su alma./ A nadie le dan nada de sus ojos./ No toman nada de los ojos de nadie./ Solamente los ciegos quedan a solas con su alma…./ Ciegos, profetas de la oscuridad,/ echad de vuestro lado, con vuestros palos, a la multitud..”.

Corro el riesgo de la infidencia, pero el poema que más llega a sobrecogerme, entre tantos momentos luminosos de Borges, tiene que ver, precisamente, con la ceguera, con esa forma de la noche que gobernó sus pasos. Es el Elogio de la sombra, citado en su totalidad:

La vejez (tal es el nombre que los otros le dan)

puede ser el tiempo de nuestra dicha.

El animal ha muerto o casi ha muerto.

Quedan el hombre y su alma.

Vivo entre formas luminosas y vagas

que no son áun la tiniebla.

Buenos Aires,

que antes se desgarraba en arrabales

hacia la llanura incesante,

ha vuelto a ser la Recoleta, el Retiro,

las borrosas calles del Once

y las precarias casas viejas

que aún llamamos el Sur.

Siempre en mi vida fueron demasiadas las cosas;

Demócrito de Abdera se arrancó los ojos para pensar;

el tiempo ha sido mi Demócrito.

Esta penumbra es lenta y no duele;

fluye por un manso declive

y se parece a la eternidad.

Mis amigos no tienen cara,

las mujeres son lo que fueron hace ya tantos años,

las esquinas pueden ser otras,

no hay letras en las páginas de los libros.

Todo esto debería atemorizarme,

pero es una dulzura, un regreso.

De las generaciones de los textos que hay en la tierra

sólo habré leído unos pocos,

los que sigo leyendo en la memoria,

leyendo y transformando.

Del Sur, del Este, del Oeste, del Norte,

convergen los caminos que me han traído

a mi secreto centro.

Esos caminos fueron ecos y pasos,

mujeres, hombres, agonías, resurrecciones,

días y noches,

entresueños y sueños,

cada ínfimo instante del ayer

y de los ayeres del mundo,

la firme espada del danés y la luna del persa,

los actos de los muertos,

el compartido amor, las palabras,

Emerson y la nieve y tantas cosas.

Ahora puedo olvidarlas. Llego a mi centro,

a mi álgebra y mi clave,

a mi espejo.

Pronto sabré quién soy

La noche es para Jorge Luis Borges algo más que un tema. Lo que seduce de su poética nocturna no es sólo el trato justo que tiene con el lenguaje, ni sus referencias culturales tan ricas como diversas, ni el asomo de sus estudios metafísicos o su don para las lenguas, sino el sentido ontológico que logra transmitirnos desde su propia noche. Es una verdadera exploración por el alma, un buceo por su noche oscura, diría San Juan de la Cruz. El lado nocturno o su “línea de sombra”, se entrecruzan a cada paso suyo, le dan gravedad y le otorgan un posible centro, pero también lo dispersan en la inmensidad del mundo, en la intemperie y la pequeñez del hombre frente al universo. Quizá podría decirse, como en los relatos de Sherezada, que “la noche es la salud del alma”. La poesía, esa otra forma de la noche, también es la salud de Borges, el solitario, el memorioso.

Borges es la noche y la noche es Borges en la duplicidad de espejos que crea su palabra, en la multiplicidad suya y en la galería de sus “otros”. Pero, a fin de cuentas, ¿quién es Jorge Luis Borges? Si no me lo preguntan lo sé, si me lo preguntan, lo ignoro.

Juan Manuel Roca (NTC – Cali, Junio 2011)

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